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erzengel

Erzengel

Erzengel nannte man die Haldenmädchen (und Frauen) im Bergbau. Sie arbeiteten oft zwölf Stunden an den Lesetischen und sortierten Erz und nicht brauchbares Material. Das Erz brachte man zu den Röstöfen wo es erhitzt wurde. Dadurch trennte sich nicht brauchbares Material vom Erz. Die Erzengel sortierten das geröstete Erz wieder vom tauben Gestein und beluden die Loren zum Weitertransport.


Grube Bindweide

„Diese Haldenmädchen (und Frauen) arbeiteten oft nach mehrstündigem Anmarsch bei Wind und Wetter und ohne Gebäudeschutz zwölf Stunden bei den Röstöfen, entfernten aus dem gerösteten Erz das taube Gestein, beluden die Loren und drückten sie an die vorgeschriebenen Stellen. Von Kopf bis zu den Füßen eingerußt, den Anstrengungen keineswegs gewachsen, von Männern beaufsichtigt, den kargen Verdienst zuweilen mit Überstunden erhöhend, waren sie vor allem auf dem oft sehr weiten Heimweg fast unverständlichen Belästigungen ausgesetzt, dies vor allem durch die Schimpfnamen „Glanzdam“ („Glanz“ war eine Erzart), „Roostmoggn“ („Moggn“ harte Steine), beziehungsweise Haalmoggen, dieser Ruf begleitete die Mädchen, wo immer sie sich blicken ließen, wobei es auch nicht selten zu harten Anrempelungen vielerlei Art kam. Trotzdem waren sie ein oft genug auch fröhliches Völkchen, das sich seiner Haut zu wehren wusste, gerade auch gegenüber sittlichen Belästigungen.“ Druckversion

Leseband Grube Pfannenberg


Abkehrschein, Arbeitsbescheinigung, Rentenversicherungsnachweis von Frau Adelheit Klein, Neunkirchen. Zur Verfügung gestellt von Marcel Immel.


Leseband Grube Storch&Schöneberg / Gosenbach


Lese-, Pochjungen in Ramsbeck (Sauerland)


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erzengel.txt · Zuletzt geändert: 2015/11/21 11:11 von heupel