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Schweisfurth

Gegründet wurde die Firma Friedrich Schweisfurth jun. 1911 in Herdorf. Das Angebot der Blech- und Metallwarenfabrik umfasste u.a. Acetylenlampen. Um 1930 wurden Teile der Produktion der Firma Reusch / Daaden aufgekauft und verwendet. Bis etwa 1960 wurden Acetylen-Grubenlampen produziert. Im ehemaligen Werksgebäude befindet sich seit den 60er Jahren die Nachfolge-Firma OPN OTTO PETRI GmbH

Nr. 50

Nr. 50a

Nr. 51

Nr. 51 R Butterlampe

Einige Karbidlampen der „Siegerländer Hersteller“ haben einen beweglichen „Doppelbügel“. Im Prospekt von der Firma Schweisfurth steht „Durch Umlegen des Doppelbügels nach vorne ist es möglich über der Flamme Gefässe zu erwärmen, ohne dass dieselben festgehalten werden müssen“. Die Brennerflamme entwickelte so viel Hitze, dass der Bergmann seinen Kaffee im „Kaffeeblech“ (auch Kaffiblech, Blechbehälter) erhitzen konnte. Weil dieser Lampentyp in der Essenspause (Buttern) die Möglichkeit eines heißen Kaffees bot, ist diese Lampe unter dem Begriff „Butterlampe“ bekannt geworden.

Nr. 52

Nr. 61

Nr. 62

Beamtenlampe

Acetylen-Handlampe mit Parabolreflektor - Beamtenlampe um 1935 Durch den starren Doppelbügel konnte diese Lampe schräg gehalten werden um die Firste besser ableuchten zu können. Die Steiger-Lampen waren in Messing ausgeführt, die der Bergleute in starkem verzinkten Eisenblech. Verbreitungsgebiet: Südwestfalen und im Lahn-Dill-Gebiet.

Die Firma Schweisfurth stellte die Produktion 1951 ein. Der ehemalige Prokurist bei Schweisfurth Otto Petri hatte bereits 1948 sein Unternehmen gegründet und produzierte ähnliche Karbidlampen. Im Vergleich dazu die Peba 31.

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Gelenkbügellampe

Was haben der Hollywood-Streifen „The Monuments Men“ mit einer Siegerländer Grubenlampe gemeinsam?

In Siegen ist der Krieg am 9. April zu Ende. Eine Woche vorher steht US-Oberstleutnant George Stout mit seinen Leuten vor ihm. Am Ostermontag tauchen die Soldaten der amerikanisch-britischen Spezialeinheit am Hainer Stollen auf. Der Auftrag der Monuments Men, wie sie im Militärjargon heißen, ist es, von Nazis geraubte und versteckte Kunstschätze aufzuspüren. Hier, 35 Meter tief unter der Erde, umgeben von Felsen, geschützt vor Luftangriffen, ruhen unter dem oberen Schlossberg unschätzbare Kulturgüter in Kisten. Unschätzbare Werte. Der Aachener Domschatz mit den Gebeinen Karls des Großen, Reichsapfel, Zepter und Krone ruht neben den Münsterschätzen aus Essen und Trier sowie den mehr als 450 gut verpackten Gemälden aus den Beständen des Folkwangmuseums in Essen, dem Kölner Wallraf-Richartz-Museum und dem Schnütgen-Museum. Darunter Bilder wie die „Weißen Rosen“ von van Gogh, „Häuser hinter Bäumen“ von Cézanne oder „Philosoph im Park“. Alles Originale und nur ein Bruchteil des eingelagerten Schatzes.

„The Monuments Men“ im Licht der Karbidlampe Gelenkbügel - Verschluss

“Die Soldaten der 8. Infanterie-Division dokumentieren den Erfolg ihrer Schatzsuche mit Fotos, wie sie Sieger machen. Sie öffnen die Kisten des Aachener Domschatzes und fühlen sich wie der Kaiser von Deutschland: mit Kippe im Mund, Zepter und Reichsapfel in der Hand und Krone auf dem Kopf.Furcht und Hass in den GesichternBis die Soldaten das Kunstdepot nach fast einem halben Kilometer erreichen, stoßen sie in dem 1,80 Meter breiten und zwei Meter hohen roh behauenen Stollen auf verängstigte Menschen, die zusammengepfercht auf Feldbetten und Bahren liegen oder auf dem Boden sitzen. US-Oberstleutnant Stout schreibt seiner Frau zwei Tage später: „Es war die Bevölkerung der Stadt, alle, die nicht hatten fliehen können. Gestank lag in der feuchten Luft, Babys schrien jämmerlich. Wir waren die ersten Amerikaner, die sie zu Gesicht bekamen, und man hatte ihnen zweifellos gesagt, wir seien Wilde. In den blassen, schmutzigen Gesichtern, die im Taschenlampenschein auftauchten, stand nichts als Furcht und Hass und uns voran ging das angsteinflößende Wort, kaum lauter als ein Flüstern: ‚Amerikaner‘.“ Die US-Armee richtet für sechs Wochen ein Kunstmuseum ein. Touristische Attraktion für die Truppen der Alliierten. Stolz über die Erfüllung des Auftrags schwingt dabei mit. Oberstleutnant Stout wird mit den Worten zitiert: „Was ist, wenn wir den Krieg gewinnen, aber die letzten 500 Jahre unserer Kulturgeschichte verlieren.“ Nahezu unbeschadet überstehen die Kunstschätze den Rücktransport. Pfau: „Die letzten Kunstschätze aus dem Hainer Stollen sind Anfang Juni 1945 nach Marburg transportiert worden.“

Bilder: Hainer Stollen (Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), US-Soldat mit Reichsinsignien (10.Mai 1945), Nationalarchiv Washington, Grubenlampe Schweisfurth (Herdorf)

Quelle: Westfälische Rundschau Monuments Men und Schweisfurth Gelenkbügel-Verschluss-Lampe___.pdf

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grubenlampen/karbidlampen/schweisfurth.txt · Zuletzt geändert: 2015/01/30 18:14 von heupel