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Mutterklötzchen

Seit Beginn des Streckenausbaus mit Stahlprofilen ging der Streckenausbau mit Grubenholz zurück und somit auch die „Produktion“ von Mutterklötzchen. Das Mutterklötzchen war ein in kleine Stücke gehacktes 15 bis 30 cm langes Holzstück eines Stempels, das mit Schiessdraht umwickelt und mit dem Grubenbeil gespalten wurde. Die Kumpel nahmen es gerne als Anmachholz mit nach Hause, um den heimischen Herd anzufeuern. Dieses Anmachholz war auch nötig, wenn die Mutter die Kohle morgens überhaupt schnell zum Brennen zu bringen wollte. Die Kumpel sägten sich oft die besten astfreien Stücke eines Stempels aus der Mitte heraus. Auf einer 250 m Strecke wurde mit 250 Stempeln von der Verwaltung gerechnet. Darum musste der Steiger auf den Holzverbrauch bei frischem Grubenholz achten, denn jeder Stempel mehr, kostete die Grube mehr Geld. Bei den meisten Gruben war es deshalb verboten Werksmaterial mitzunehmen. Allerdings muss man sagen, dass die Mitnahme von Werksmaterial von Grube zu Grube anders geregelt war. Bei der einen Grube war es streng verboten, bei einer anderen standen Loren über Tage, aus denen sich die Bergleute „bedienen“ konnten. Oft galt die Mitnahme als Gewohnheitsrecht und wurde geduldet.


Pförtner: Ey Kumpel! Wat hasse denn da drinne? Doch wohl kein Mutterklötzken? Kumpel: Nee wat denkse! Dat is Karnickelfutter, un wenn die Biester dat nich fressen, dann wird ett eben verbrannt. Quelle: http://toettchen.eu/


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grubenlampen/mutterkloetzchen.txt · Zuletzt geändert: 2014/06/24 19:34 von heupel