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grubenlampen:seippel

Wilhelm Seippel - Bochum

Ölbrandlampe

Gruben-Sicherheitslampe für Ölbrand

Die ersten Lampen des Typ Nr. 1 wurden ab 1860 gebaut. Sie hatten einen vertikalen Schraubstift-Verschluss, allerdings ohne innere Zündvorrichtung. Diese Lampe wurde mit unterschiedlich hohen Unterteilen hergestellt. Der Siebring für die untere Luftzuführung wird, wenn vorhanden, nur lose aufgelegt.


Sicherheitslampe Nr. 6

Mit vertikalem Schraubstift-Verschluss

Diese Benzinlampen in messingarmer Ausführung wurden ab Mitte des ersten Weltkriegs gefertigt (1916). Die Gestellstäbe sind aus Eisen und der Ring der die Gestellstäbe (Verschraubungsring) aufnimmt aus Magnalium (Aluminiumlegierung mit Magnesium. Kann geringe Anteile von Kupfer, Wolfram, Antimon, Nickel und Chrom enthalten). Wenn sich eine Punzierung auf dem Lampendach befindet, ist diese Lampe aus dem 1. Weltkrieg, ohne Punzierung WKII. Reflektorblech ersetzt durch Friemann&Wolf-Blech.



Horizontaler Schraubstift-Verschluss

Die Sicherheitslampe Typ Nr. 6 hat ein trapezförmiges Messingstück am Verschraubungsring verlötet. Eine Vierkantschraube verhindert das Öffnen der Lampe.


Grundausführung

Diese Sicherheitslampe Typ Z.L. 630 A mit einer dünnen Randung unter dem Tank, Eisenstäben und einem alten Korb wurde zwischen 1935 und 1950 gebaut. Eine Nummerierung und/oder ein Punzierung auf dem Lampendach ist nicht vorhanden.


Bei dem linken Lampentopf handelt es sich um eine Lampe aus den 1920er-Jahren. Rechts daneben eine ZL630A aus den 1930er-Jahren mit Nut für den Dichtungsring. Zusammenfassung: ZL630A nach 1935 bis 2000 hat eine mit Nut, Messinglampe mit 4 Gestellstäben bis 1950, Messinglampe ab 1950 mit 4 Gestellstäben und dicker Randung, Messinglampe mit 5 Gestellstäben ab 1955 bis 2000, Eisenausführung immer mit 5 Gestellstäben.

Dieser Lampetyp wurde vom Steiger auf der Grube Brüderbund im Erzbergbau/Siegerland gefahren.


Innen-Zündapparate


Photos: Alberto Vilela Campo und Josep Ignasi Jordi, Spanien


DRGM 1898

Deutsches Reich Gebrauchs Muster von 1898 mit „Luftloch“ im Tankgehäuse. Das DRGM 54904 auf dem Zünderdeckel von 1896 bezieht sich auf den Zünder in Normalform und hat nichts mit dem zusätzlichen Loch zu tun.


Seippel Z.L. Zünder-Lampe 630 A

Lampen mit dicker Randung unter dem Tank und Messingstäben wurden ab 1955 in Bochum verbaut. Baujahr dieser Lampe ca. 1960.

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Seippel Z.L.630 A Messing


Tank mit einer dicken Randung und einer stärkeren Unterteilverschraubung als die Produktion in den 1930er-Jahren deutet auf ein Modell aus der Produktion von 1955 bis 2000 hin. Diese Lampen wurden auch als Zierlampenproduziert. 1987 weist CEAG in Plakaten darauf hin. „Bergleute laßt Euch nicht verkohlen!“ Taiwan-Nachbauten haben eine zusätzliche Tankschraube. Außerdem wurden teilweise Kreuzschlitzschrauben aus Eisen verwendet.

Seippel Bochum 1917 Magnalium

Punzierung am Verschraubungsring: WILHELM SEIPPEL BOCHUM I. WESTFALEN. Produktionsziffer 994982 = ca. Anfang 1917


Seippel Bochum 1917

Ovale Herstellerschilder wurden von 1900 bis 1920 in Messing- und Zink-Ausführung verwendet.
Aufgrund des Herstellerschilds, der Lampendach-Punzierung und Produktionsziffer 1000129 kann das Produktionsjahr um 1917 angenommen werden.

Seippel Nr. 9

Oberteil Typ 9, bereits in den Katalogen von 1905 und 1908 abgebildet, Baujahr nach Produktions-Nr. ca. 1917
Produktions-Nr. 1000516

Seippel - Lampe mit unterer Luftzuführung 1910


Die Lampe hat zwei Besonderheiten. Zum einen den Anker Magnetverschluss und besonders die zusätzlichen Lufteinlässe unter dem Gewinde.


CEAG 1442 von Seippel

Das Oberteil ist von Seippel in Bochum um 1920. Das Unterteil von einer CEAG. In den 1960’er Jahren wurden in Bochum in der Langestraße die gefahrenen Lampen repariert. „Dort sollen sie alles zusammengeschraubt haben, was passte.“

Concordia AG Dortmund 1442

CEAG Modell von 1956, gebaut ab 1955 von Seippel

Concordia E.A.G. Dortmund 1442


Seippel Azetylen-Wetterlampe



Punzierung am Verschraubungsring: WILHELM SEIPPEL BOCHUM I. WESTFALEN. Produktionsziffer 969846 = ca. Anfang 1917 Einsatz dieser Lampe an der Front (WKI)


Ortslampe 101


Gruben-Lokomotiv-Lampe 104d

Acetylen-Sicherheits-Lampe für Gruben-Lokomotiven mit Scheinwerfer, Innen-Zündapparat, Magnetverschluss und Luftzuführung, System „Seippel“ No. 104 mit Beagid-Patronen-Speisung. Diese Lampen dienten hauptsächlich zur Streckenbeleuchtung in Bergwerksbetrieben. Die obere Lampe weicht etwas vom bis jetzt bekannten Katalogbild ab. Einige Bauteile deuten auf eine Seippel-Lampe hin, besonders interessant ist die Stellung des Zünders. Vergleiche zum Modell von Frieman&Wolf und Lampes pour Chargeages von Joris

Eine eindeutige Herstellerklärung steuerte Hans-Joachim Weinberg bei. Einen eindeutigen Beleg für dieses Modell 104d finden wir in der Annonce von Ligeti és Biró , Budapest (in der nur Seippel-Lampen werden gezeigt). Der eigentliche Lampenteil (also Wassertank & Karbidbehälter) weisen die typische Form von Seippels Modell 100a auf (Katalog 1908, S. 42-44) und die Lampen von Friemann&Wolf weisen stets sehr gleichmäßige Nummernpunzen auf, die bei Seippel aber stehen öfter mal schief oder weisen ungleichmäßige Abstände auf.


Literatur

Eine Ausarbeitung über die Firma Wilhelm Seippel und ihre Gruben-Sicherheitslampen auf 85 Seiten mit 115 farbigen Abbildungen hat Dipl.-Ing. Martin Zürn, Mülheim an der Ruhr zusammengestellt. Er stellt Eckpunkte der Firmengeschichte von Wilhelm Seippel, der Gewerkschaft Carl, CEAG und den Dolomitwerken dar. Zahlreiche Vergleiche und Gegenüberstellungen ergänzen und erweitern die bisherigen Informationen zu verschiedenen Sicherheitslampen von Seippel. Information Westfälische Rundschau

Herausgeber: Dipl.-Ing. Martin Zürn, Mülheim an der Ruhr:      martin_zuern@yahoo.de

Wetterlampen


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grubenlampen/seippel.txt · Zuletzt geändert: 2017/12/02 16:15 von heupel