Ausstellung im alten Kaufhof "Kriegsende 1945 in Siegen"
Im ehemaligen Kerber-Kaufhaus erinnert eine Ausstellung an das Kriegsende 1945: In einer Kabine sind Propaganda-Reden von Nazis-Größen zu hören. Die Wände wurden mit Todesanzeigen von gefallenen Soldaten aus dem Siegerland beklebt.

Siegen. (hgs/tosch) Im ehemaligen Kaufhaus Kerber in der Siegener Oberstadt gibt es derzeit viel zu tun. Auf den 1 800 Quadratmetern des Erdgeschosses wird mit großem Aufwand die Ausstellung "Kriegsende 1945 in Siegen" aufgebaut. Die Eröffnung ist am Freitag, dem 1. April.

 

Dr. Barbara Stambolis und Dieter Pfau aus dem Fach Neuere und Neue Geschichte an der Universität Siegen haben die aufwendige Ausstellung konzipiert. Großen Wert haben die Macher dabei nicht nur auf die historischen Inhalte, sondern auch auf deren Darstellung gelegt. Zur medialen Inszenierung, die in diesen Tagen aufgebaut und abgestimmt wird, gehören neben zahlreichen Fotos auch Film- und Tondokumente.

Die Ausstellung nähert sich ab 1943 thematisch dem Kriegsende 1945 und schlägt dann den Bogen in die Nachkriegsjahre bis 1948. Außer zahlreichen Studierenden der Uni, die die Ausstellung mit vorbereitet haben, sind auch Siegener Bürger aktiv beteiligt. Sie standen für Interviews bereit und stellten zahlreiche Original-Exponate aus der Zeit vor 60 Jahren zur Verfügung. Die Ausstellung ist bis zum 8. Mai geöffnet. Neben Vorträgen werden begleitend Filme im Alten Lyz gezeigt.

Quelle: Westfälische Rundschau    29.03.2005